Auf dieser Seite möchten wir Euch unsere Hunde in Spanien vorstellen, die an Leishmaniose erkrankt sind und daher schlechte bis keine Vermittlungschancen haben. 
Kontaktieren Sie uns gerne bei Interesse an einem der folgenden Hunde. Weitere Informationen zur Krankheit finden Sie am Ende der Seite.

DEBBIE

Debbie ist eine im Februar 2016 geborene kleine Dobermannhündin, die in einem desolaten Zustand aufgefunden wurde. Debbies Körper war ausgezehrt durch nicht behandelte Leishmaniose, Vernachlässigung und Misshandlung.
Die Leitung von Tail Torrox nahm sich ihrer an, so lebt Debbie nun schon knapp 2 Jahre dort in der Auffangstation. Durch richtige Medikation und regelmäßiges Futter hat sich Debbies Körper weitesgehend erholt. Einer ihrer Hinterläufe war jedoch aufgrund der Leishmaniose so angeschlagen, dass das Sprunggelenk kollabiert ist. Debbie kann daher keine großen Spaziergänge machen, ein Haus mit eingezäuntem Garten ohne viele Treppen wäre ideal für sie.
Psychisch hat Debbie jedoch einige Baustellen beibehalten: Debbie braucht sehr lange, bis sie sich auf jemanden einlassen kann, wobei sie Frauen klar bevorzugt. Bei fremden Personen versteckt sie sich. Sie kann sich nur lösen, wenn niemand in der Nähe es. Ebenso wird sie hektisch beim Fressen bzw. verweigert die Nahrungsaufnahme, wenn sie sich nicht sicher fühlt. Debbie liebt andere Hunde und braucht einen oder mehrere souveräne Kumpanen an ihrer Seite. Verkehrslärm und generell laute Geräusche versetzen sie in Panik.
Wir suchen für Debbie eine erfahrene Einzelperson oder ein Paar ohne Kinder, mit strukturiertem Tagesablauf, in dem wenig Trubel herrscht und die sich bewusst sind, dass mit der Adoption von Debbie einiges an Arbeit auf sie zukommt.

RESERVIERT 

HARVEY

Harvey ist ein im Januar 2014 geborener Mischlingsrüde mit einem Gewicht von 22kg. Harvey ist ein freundlicher, mit Artgenossen verträglicher Rüde. Harvey lebt bereits seit dem Welpenalter in der Auffangstation - wohl aufgrund seiner Erkrankung an Leishmaniose. Harvey hat hier einen geringen Titer, ist auf Allopurinol eingestellt und zeigt keine Symptome.
Bei fremden Personen braucht der hübsche Rüde etwas, bis das Eis gebrochen ist. An seine Bezugspersonen bindet er sich sehr schnell.
Harvey ist geimpft, gechipt, kastriert und negativ auf weitere Mittelmeerkrankheiten getestet.

DUQUE

Duque ist ein 2009 geborener Mischlingsrüde mit einem Gewicht von 18kg und einer Größe von 50cm.
Duque kommt ursprünglich von einem Jäger, der ihn nicht mehr wollte. Er lebt in der Auffangstation problemlos mit Artgenossen beiderlei Geschlechts zusammen. Duque ist dem Menschen sehr zugewandt und trotz seines vorangeschrittenen Alters noch aktiv und ausdauernd beim Spaziergang. Duque läuft bereits gut an der Leine, zeigt jedoch einen starken Jagdtrieb. Katzen und Kleintiere sollten daher nicht in seinem neuen Zuhause sein.
Duque ist geimpft, gechipt, kastriert und Leishmaniose positiv getestet. Er ist auf Allopurinol eingestellt. Weitere Mittelmeerkrankheiten sind negativ getestet.

CESAR

Cesar ist ein im Juli 2018 geborener Schäferhundmischlingmit einem Gewicht von 27kg, der als Abgabehund in eine Tierpension kam.
Cesar lebt dort in einer gemischten Hundegruppe und kommt mit seinen Artgenossen sehr gut zurecht. Menschen gegenüber ist er aufgeschlossen und freundlich.
Cesar ist ein Energiebündel, das sich über Beschäftigung oder auch Hundesport freuen würde. Er wird regelmäßig spazieren geführt, wobei die Leinenführigkeit ausbaufähig ist. 
Cesar ist geimpft, gechipt, kastriert und hat einen positiven Leishmaniosetiter. Er ist auf Allopurinol eingestellt, Symptome zeigt er keine.

LEISHMANIOSE
 
Leishmaniose ist eine durch Sandmücken (Phlebotomidae) übertragene und durch Protozoen der Gattung Leishmania ausgelöste Erkrankung.
Der Erreger kommt in nahezu allen warmen Ländern vor, daher auch der Begriff Mittelmeerkrankheit. Früher galten die Alpen als natürliche Begrenzung für die Sandmücken, in Folge des Klimawandels und der damit verbundenen milderen Winter sind Sandmücken jedoch immer häufiger auch bei uns vorzufinden, was Leishmaniose zu einer Erkrankung macht, mit der immer mehr Hunde in Kontakt kommen können, auch wenn sie Deutschland noch nie verlassen haben.
 
Beim Menschen kann man unterscheiden in 

  • kutane Leishmaniose (die Haut betreffend, auch bekannt als Orientbeule)
  • viszerale Leishmaniose (die Organe betreffend, auch bekannt als Kala-Azar)
  • mukokutane Leishmaniose (die Schleimhäute betreffend)

Die canine Leishmaniose wird im Mittelmeerraum überwiegend durch Leishmania infantum ausgelöst, diese Gattung verursacht beim Menschen die viszerale Leishmaniose.
 
Sandmücken sind ca. 3 mm große Insekten, die bevorzugt nachtaktiv sind und überall dort zu finden sind, wo die Durchschnittstemperatur nicht unter 10 Grad fällt. Sandmücken sind relativ langsam und leicht, weswegen sie es schwer haben, an den Hund anzudocken, wenn dieser sich entweder bewegt oder noch wach ist, den Biss bemerkt und sich wehren kann.
Die größte Gefahr für den Hund ist somit, wenn er sich an windstillen Orten in der Abenddämmerung  in Bodennähe hinlegt und schläft.
L. infantum vermehrt sich durch einfache Teilung im Darmabschnitt der Sandmücken, diese begeißelte Form (promastigote Form) wandert dann in den Stechrüssel der Sandmücke und wird von dort aus beim Biss in die Haut des Hundes weitergegeben. 
 
Weitere Möglichkeiten der Übertragung wären Bluttranfusionen, blutige Beißereien, aber auch bei der Trächtigkeit und beim Geburtsakt kann der Erreger auf die Welpen übergehen und sie infizieren.
 
Da das Immunsystem des Hundes auf unterschiedliche Art und Weise reagieren kann, kann es unter Umständen recht lange dauern, bis der Hund Symptome zeigt, die Inkubationszeit der Leishmaniose kann bis zu 7 Jahre betragen.
 
Auch die Symptome sind vielfältig, während ein Hund mit klassischen Hautveränderungen reagiert, Fellverlust und Ekzemen, reagiert ein anderer Hund eher mit Symptomen, die die inneren Organe betreffen, wie Durchfall, Erbrechen, aber auch Schlappheit und vermehrte Müdigkeit.


Anzeichen einer Leishmaniose:
  • Durchfall/ Appetitlosigkeit/ Fieber (anfangs meist schubweise)
  • Gewichtsverlust
  • Apathie/ Trägheit/ Lahmheit
  • Haut- und Fellveränderungen
  • Offene und schlecht heilende Hautwunden
  • Hautausschläge auf dem Nasenrücken, an den Ohrenspitzen und um die Augen herum (große, weiße und fettige Schuppen, allerdings nicht juckend)
  • Haarausfall
  • Augenerkrankungen
  • Nasenbluten
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Schmerzempfindlicher Bauch
  • Blutiger Kot
  • übermäßiger Krallenwuchs
 
Mittels eines sogenannten Mittelmeertest wird beim Hund die Höhe des Antikörperspiegels, der sogenannte Titer bestimmt. Anhand dieses Titers, weiterer Organ- und Blutwerte entscheidet der Tierarzt die jeweilige Therapie.
 
Zur Behandlung stehen gemäß den Leitlinien verschiedene Medikamente zur Verfügung, wie AllopurinolDomperidonMilteforan und Glucantime.
 
Je früher die Erkrankung erkannt wird und je schneller mit der richtigen Behandlung begonnen wird, desto höher sind die Chancen des Hundes, ein nahezu beschwerdefreies, langes Leben zu führen.
 

Bei weiteren Fragen sind wir natürlich jederzeit da und unterstützen die zukünftigen Besitzer so gut wie es uns möglich ist!